Hoffnung

die Gassen sind leer
geflohen sind Mensch und Tier
vor den Schreckgespenstern
die Türen verriegelt
wer jetzt noch kein Lager hat
findet keines mehr

nur hier und da ein angelehntes Fenster
um zu sehn ob sie wiederkommt

und in den Innenhöfen sitzen alte Frauen
und beweinen ihre Söhne
und Kinder haben das spielen verlernt

sie ist geflohen, die Hoffnung
und mit ihr das Lachen

ein sensibler Gast
zu leicht zu erschrecken
schon ist sie weg

und nur einer kann sie wieder bringen
ihr Liebster, der Friede

(Steffn; irgendwann 2008)

hab grad beim Stöbern ein altes Gedicht gefunden und dacht, sowas könnt ich ja auch mal posten ; )
nicht gerade ein Schön-Wetter-Gedicht, aber irgendwie doch reizvoll, find ich…

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